DSOL Interview - Stefan Simmerl vom SC Windischeschenbach

von Arne Kaehler
31.03.2021 – Die DSOL Gruppenspiele sind vorbei und das Viertelfinale steht bevor. Eines der Teams, dass sich in der Liga 4 D auf dem ersten Platz qualifizieren konnte, ist der SC Windischeschenbach. Das Team mit dem wahrscheinlich längsten, zusammengeschriebenen Ortsnamen, hat fünfmal gegen andere Teams mit 2 1/2 zu 1 1/2 gewonnen! Im Interview mit Mannschaftsführer Stefan Simmerl, sprechen wir über "den etwas anderen Verein" aus der Oberpfalz, die starke Verbundenheit mit Prag & Bier, und wer der Topp Jugendspieler Johannes Denz ist, der 4 1/2 aus 5 Punkten in den Gruppenspielen geholt hat. | Fotos: Stefan Simmerl

Mein Französich Band 1 und Band 2 Mein Französich Band 1 und Band 2

Beide Bände zum günstigeren Bundle-Preis! Ein Muss für Französisch-Spieler.

Mehr...

Stefan Simmerl - Ein Urgestein beim SC Windischeschenbach

Im Jahre 2007 feierte der Schachverein sein 50-jähriges Jubiläum. Stefan Simmerl ist fast seit Anbeginn dabei und hat dem Verein nicht nur beim Wachsen zugesehen, sondern auch eifrig mit seiner Jugendarbeit als Jugendleiter dabei mitgeholfen. 

Die Geburtstagsfeier des Schachclubs aus Windischeschenbach

Das Jugendteam, als es noch gut am echten Brett spielen konnte

Im Interview mit Stefan Simmerl kam lustigerweise eine kleine Verbindung zu meinen beiden anderen Interviewpartnern - Marianne Spiel und Tim Bendfeldt heraus.

Das Interview hatten wir bereits, als noch Zwei Spieltage ausstanden!

  • 1:00 - Wer bist Du?
  • 1:49 - Wie kamst Du zum Schach?
  • 3:00 - Wieso ist Windischeschenbach der "Etwas andere Schachclub?"
  • 6:00 - Warum seid Ihr in der DSOL so erfolgreich?
  • 8:12 - Welche Verbindung habt Ihr mit Tschechien, und ganz besonders mit Prag?
  • 16:24 - Einer Eurer Spieler sticht besonders hervor. Wer ist Johannes Denz?
  • 17:02 - Taktische Analyse: Johannes Denz vs. Tim Bendfelt
  • 23:28 - Eröffnungsanalyse: Johannes Denz vs. Marvin Kieselbach (Französische Verteidigung)

SC Windischeschenbach 1957 e.V.

Stefan Simmerl schreibt fleißig über alle DSOL-Spiele auf der Windischeschenbacher Homepage. Hier der Bericht zum Gruppenspiel der letzten Runde:

Am 7. Spieltag der Deutschen Schach-Online-Liga (DSOL) traf unser Team am gestrigen Mittwoch in einem Endspiel um Platz eins auf die SF Deizisau II. Beide Teams waren schon vor der letzten Runde für das Viertelfinale der gesamten 4. Liga qualifiziert.

Die virtuellen Gäste aus Baden-Württemberg gingen favorisiert in den Wettkampf, zumal ihnen schon ein 2:2 Unentschieden für den Vorrundensieg gereicht hätte. Wiederum entwickelte sich ein äußerst spannender Spielverlauf, wobei der Tabellenführer aus Deizisau insgesamt mit leichten Vorteilen aus der Eröffnungsphase kam. Simon Lamm an Brett 4 büßte zwar unnötig einen Bauern ein, aber bei beiderseits knapp werdender Bedenkzeit und komplexer Stellung einigte er sich mit seiner Gegnerin auf eine Punkteteilung. Die Partie von Philipp Mark (3) mündete in der Zwischenzeit in einem Läuferendspiel. Hier konnte Philipp einen gefährlichen Freibauern bilden und verwertete diesen mit sehr guter Technik in eine 1,5:0,5 Führung. Wahrlich komplex war auch das Geschehen auf dem Bildschirmbrett von Christian Müller (1). Zunächst übte sein Kontrahent unangenehmen Druck aus, doch Christian konnte nach und nach Gegenspiel entwickeln. Letztlich führten die folgenden Verwicklungen zu einem Endspiel, in dem Christian kein unnötiges Risiko mehr einging, wonach ein Remis unausweichlich war. Damit lag der Ausgang des Wettkampfes an Mannschaftskapitän Tobias Brunner (2), der nach der Eröffnung mit seiner Stellung zufrieden sein konnte. In der Folge geriet Tobias zeitweise ziemlich unter Druck. Mit beginnender Zeitnot verlor seine Kontrahentin etwas die Übersicht, womit Tobias sogar siegversprechende Vorteile erzielen konnte. Auch er riskierte nichts mehr und sicherte mit einem weiteren Remis den letztlich etwas glücklichen 2,5:1,5 Erfolg.

Damit belegte unser DSOL-Team in der 4. Liga Gruppe D überraschend den ersten Tabellenplatz und trifft im Viertelfinale auf die dritte Mannschaft des Traditionsvereins SG Köln-Porz.

Links:

 

 


Arne Kaehler, ein kreativer Kopf, der sich für Brettspiele im Allgemeinen begeistert, wurde in Hamburg geboren und lernte schon in jungen Jahren das Schach spielen. Durch das Unterrichten von Schach für Jugendteams und das Erstellen von Schachbezogenen Videos auf YouTube, konnte Arne diese Leidenschaft ausweiten und hat sogar einen Online-Schachkurs für alle erstellt, die lernen möchten, wie man dieses Spiel spielt. Derzeit schreibt Arne für die Englische Nachrichtenseite auf Chessbase und konzentriert sich auf die Erstellung von unterhaltsamen Blogeinträgen.

Diskutieren

Regeln für Leserkommentare

 
 

Noch kein Benutzer? Registrieren