"Ich bin 110-prozentig schachbegeistert", erklärt Mattaaq. Mit dem Schachspielen angefangen hat er erst vor vier Jahren, im Internet. Gegner vor Ort hatte er kaum, also hat er online gespielt, bis sein Sohn vor zwei Jahren auf die Welt kam, "Tag und Nacht". Das brachte ihm eine Online-Zahl von fast 2200. Ein Turnier, das von der FIDE gewertet wurde, hat Mattaaq vor der Olympiade allerdings noch nie gespielt. Der grönländische Schachverband wurde 2014 gegründet und erst 2024 in die FIDE aufgenommen. Deshalb startet Mattaaq in Samarkand ohne offizielle Wertungszahl.
Die Anreise zur Olympiade war allerdings nicht leicht. Um von seinem Wohnort in die grönländische Hauptstadt Nuuk zu kommen, musste er zunächst mit dem Boot in die nächste Stadt fahren und von dort drei Flugzeuge nehmen. Von Nuuk ging es weiter nach Dänemark und von dort über mehrere Zwischenstationen nach Samarkand. Verspätungen verlängerten die Reise zusätzlich.
Nach fünf Runden kommt er auf 1,5 aus 5. Seine beiden Auftaktpartien hat er verloren, seinen ersten Olympiasieg holte er in Runde 3 gegen WCM Gerda Nevska.
ChessBase ist bei der Olympiade vor Ort. Arne Kähler und Veronika Exler führen Interviews mit Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Olympiade durch, um mehr über die Schachleidenschaft und die Schachkarrieren der Olympiateilnehmer und -teilnehmerinnen zu erfahren. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, mindestens ein Mitglied jeder Olympiamannschaft zu befragen, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie Schach in der ganzen Welt gespielt wird.
Am ChessBase-Stand beantwortet das ChessBase-Team Fragen zu ChessBase und freut sich, wenn Spieler vorbeischauen, um Geschichten zu erzählen und Partien zu zeigen.