ChessBase´26 – Einsteigertipps Teil 21: Maximaler Trainingseffekt mit dem Powertool „Nachspieltraining“ (Teil 1)

von Stefan Liebig
28.06.2026 – Kennen Sie das Trainings-Powertool in ChessBase´26? Das Replay-Training! Mit dieser Super-Funktion wiederholen Sie Partien aktiv, Zug für Zug – und schulen gezielt Ihr strategisches und taktisches Verständnis. Ob mit Zeitdruck oder ohne: Sie entscheiden. Trainieren Sie realitätsnah, erhalten Sie direktes Feedback und verbessern Sie systematisch Ihr Spiel – ganz gleich, ob Einsteiger oder ambitionierter Turnierspieler. In diesem Tutorial zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie das Replay-Training funktioniert. Los geht’s!

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Das Replay-Training in ChessBase ist weit mehr als ein einfaches Nachspielen von Meisterpartien – es ist ein interaktives Trainingssystem, das Sie mitten ins Geschehen versetzt. Anstatt Züge nur passiv zu verfolgen, fordert ChessBase Sie dazu auf, die richtigen Fortsetzungen selbst zu finden. Sobald Sie einen Zug eingeben, verrät Ihnen das Programm, ob Sie korrekt gespielt haben – oder ob es eine stärkere Möglichkeit gegeben hätte. So erleben Sie die Partie aktiv, mit maximalem Lerneffekt.

Partie auswählen und los geht das Nachspieltraining!

Der Einstieg ins Nachspieltraining ist unkompliziert. Wählen Sie eine beliebige Partie aus Ihrer Datenbank aus. Wir zeigen, an der Partie Tal gegen Smyslov, die sie aus der letzten Tutorialfolge kennen, wie es weitergeht und im Replayer können Sie die ganze Partie ansehen:

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Starten Sie im Notationsfenster von ChessBase´26 den Nachspieltrainingsmodus über das Menü. Bereits vor dem ersten Zug können Sie bestimmte Parameter festlegen: Zum Beispiel, ob Sie mit Weiß oder/und mit Schwarz spielen und ob Sie Tipps bekommen möchten.

Die restlichen Werkzeuge erklären wir in einer weiteren Tutorialfolge und starten aus der Grundstellung:

Es wäre natürlich wenig sinnvoll, in der Grundstellung den ersten Zug zu erraten und dies bewerten zu lassen. Dem Eco-Code nach könnte man vermuten, wie es losgeht, aber sinnvoller ist natürlich das „Radarbrett“ unten, das stets eine künftige Stellung zeigt – die Partie startet also mit 1.e4. Über dem Vorschaubrett sehen Sie, die Partiedaten, die Tippleiste sowie die Bewertungsbox für die vorgeschlagenen Züge, beginnend mit dem grünen Balken, der die Stellungsbewertung enthält.

Die ChessBase Mega Database 2025 ist mit über 11 Millionen Partien aus dem Zeitraum 1475 bis 2024 und vielen kommentierten Partien, die bedeutendste Partiensammlung im Schach.

Wir machen ein paar Züge auf dem Hauptbrett, reagieren jeweils auf die schwarzen Antwortzüge und sehen, wie sich diese Ansicht verändert:

Wir sind Tal gefolgt bis einschließlich seiner Neuerung 5.d4. Im sechsten Zug spielten wir Sxe5. ChessBase´26 reagierte damit, dass es den Zug sofort korrigierte und durch Sxe4 ersetzte. Gleichzeitig setzte ChessBase 18 diese Züge auch in die Bewertungsbox ein und die Punktzahl zeigt nun keine 100-prozentige Ausbeute mehr an. Dennoch steht etwas höher der Text, dass der Zug Sxe5 auch kein Fehler war – dementsprechend wurde eine Teilpunktzahl gutgeschrieben.

Einige Züge weiter kann sich somit folgendes Bild ergeben:

Wir sehen, dass Weiß inzwischen deutlich besser steht. Doch die Partiestellung haben wir nur dank Computerunterstützung erreicht. Denn der Punktestand zeigt deutlich, dass einige Fehler beim Zugerraten begangen wurden und sich negativ in der Statistik niederschlagen. Zudem sehen wir, dass das Radarbrett leer ist, dies passiert nach der Eröffnungsphase, es kann aber mit einem Klick auf den Radarschirm auch dauerhaft aktiviert werden (mehr dazu in der nächsten Tutorialfolge). Allerdings gibt es die Tipps in Textform und so finden Sie sich sicher zurecht und können variieren, wie viel Sie selbst überlegen und wie viel Sie sich helfen lassen möchten. 

Während des Trainings erhalten Sie also kontinuierlich Rückmeldung:

  • Bei jedem Zug wird angezeigt, ob Ihre Wahl mit der Originalpartie übereinstimmt. So erkennen Sie auf einen Blick, wo Ihre Denkweise mit der eines Großmeisters übereinstimmt – oder abweicht. Diese Rückmeldungen stärken Ihr Schachgefühl und helfen Ihnen dabei, typische Stellungen besser einzuschätzen.
  • Die Statistik am Ende der Partie fasst Ihr Ergebnis zusammen und zeigt, wie viele Züge korrekt waren und wo es Verbesserungspotenzial gibt.

Profitipp

Trainieren Sie genau das, was Sie trainieren möchten:

Sie können zum Beispiel nur ab dem 20. Zug einsteigen – etwa dann, wenn eine Partie in die kritische Phase übergeht. Oder Sie konzentrieren sich auf das Mittelspiel, um taktische Muster und strategische Ideen zu üben. Die Flexibilität des Replay-Trainings macht es zu einem idealen Werkzeug, das Sie exakt auf Ihre Trainingsziele anpassen können.

Fazit

Für Anfänger bietet das Replay-Training einen hervorragenden Einstieg ins aktive Lernen: Statt sich Partien nur anzuschauen, spielen Sie selbst – ohne Risiko, aber mit großem Lerngewinn. Fehler fallen sofort auf, Varianten prägen sich durch Wiederholung besser ein. Und wenn Sie regelmäßig mit dem Replay-Training arbeiten, werden Sie spürbar sicherer in Ihrer Zugauswahl und Denkweise.

Am Ende ist das Replay-Training mehr als ein nettes Extra – es ist ein Werkzeug, das Ihnen hilft, wie ein Meister zu denken. Sie lernen, Muster zu erkennen, Varianten vorauszuberechnen und typische Fehler zu vermeiden. Und das Beste: Sie bestimmen Tempo, Inhalt und Intensität selbst.

Probieren Sie es aus. Öffnen Sie eine Partie, starten Sie das Replay-Training – und erleben Sie, wie aus passivem Nachspielen aktives, effektives Schachlernen wird. Sie werden überrascht sein, wie schnell sich Ihre Spielstärke verbessert.

Jetzt wünschen wir Ihnen viel Spaß mit diesem tollen Tool fürs interaktive Training. Freuen Sie sich schon auf die Fortsetzung mit weiteren Tipps zum Nachspieltraining.

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ChessBase ist über Jahrzehnte zu dem geworden, was es jetzt mit der Version „ChessBase´26“ ist. Das Programm verfügt über unzählige Optionen, die wir hier in kleinen Häppchen vorstellen – so können Sie sich Ihre Oberfläche angenehm für den täglichen Gebrauch gestalten und immer wieder neue Optionen kennen- und einsetzen lernen, um ChessBase´26 optimal und zeitsparend zu nutzen.

Wir hoffen, mit diesem Tipp dabei geholfen zu haben, dass Sie mehr Spaß und Erfolg bei der Nutzung von ChessBase´26 haben. Mehr Tipps und Hinweise finden Sie auf unseren Supportseiten und den FAQ-Seiten.

Links:

Spitzentrainer empfehlen unbedingt das regelmäßige Studium gut erklärter klassischer Partien, um das Schachverständnis nachhaltig zu verbessern. In diesem Videokurs werden 33 moderne Klassiker bahandelt.


Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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