ChessBase´26 – Einsteigertipps Teil 26: Nullzüge – Die Kunst, nichts zu tun

von Stefan Liebig
09.08.2026 – Oft sind es die kleinen Tricks, die ein Training noch anschaulicher und effektiver machen. In diese Kategorie gehört bei ChessBase´26 ganz sicher auch die Möglichkeit, Nullzüge einzufügen. Gerade für den Schachunterricht und auch in bestimmten Analysesituationen, lässt sich durch das Auslassen der Zugpflicht ein zusätzlicher Lerneffekt erzielen. Lernen Sie in dieser kurzen und knackigen Folge, wie Sie die Nullzüge nutzen und zum Beispiel mit anderen Markierungen kombinieren ...

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Der Nullzug

In dieser Tutorialfolge zeigen wir Ihnen, wo Sie die Option Nullzug finden und wie Sie sie gewinnbringend einsetzen können. 

Öffnen Sie dazu zunächst eine neue Partie und gehen Sie auf den Hauptmenüpunkt „Einfügen“:

Wollen Sie zum Beispiel in der nächsten Trainingsstunde den schwarzen Grundaufbau in der Königsindischen Verteidigung vermitteln, müssen Sie diese Stellung nicht komplett aufbauen, sondern können aus der Grundstellung wie folgt ganz schnell in die hier gezeigte Stellung kommen:

Um zu dieser Position bzw. Notation zu gelangen, reicht es aus, wenn Sie in der Grundstellung zunächst auf „Nullzug“ klicken (oder den Shortcut ALT+STRG+0 eingeben), dann 1...Sf6 eingeben, dann wieder auf „Nullzug“ klicken und 2...g6 eingeben usw. Sie sehen auf dem Brett lediglich die typische schwarze Königsindischstruktur und in der Notation wird für jeden „Nullzug“ das Kürzel „--“ eingefügt.

Wenn Sie möchten, können Sie nun auch die ersten weißen Züge dazu eingeben, indem Sie entsprechend Schwarz per Nullzug „aussetzen“ lassen (sinnvoller ist es dann aber wohl von vorne zu beginnen). Es ergibt sich folgendes Bild für eine Vierbauernangriffsstruktur:

Kombination mit anderen Analysetools

Natürlich lässt sich der Nullzug auch mit anderen ChessBase´26-Analysetools verbinden und auch im Endspieltraining einsetzen. Nehmen wir zum Beispiel das nicht triviale Mattsetzen mit Springer und Läufer. Eine Problematik etwa ist der entscheidende Tempozug des Angreifers, um ein Patt zu umgehen. In der folgenden Stellung ist das aktuell verminte Springerfeld rot markiert, denn der angezeigte Springerzug würde zum Patt führen. Stattdessen sollte man eher der grünen Markierung folgen. Ein Nullzug (siehe Notation) würde aber denselben Effekt erfüllen – ist halt nur nicht erlaubt in der Partie, zur Veranschaulichung aber mitunter durchaus sinnvoll:

Hier sind diverse Markierungen eingefügt. Die Hauptvariante folgt der Möglichkeit, mit 1...Lb5 einen Tempozug zu machen. Die Nebenvariante beginnt mit dem Nullzug 1...--.

Wieder einmal geht Probieren über Studieren und wir wünschen Ihnen viel Spaß mit den keinesfalls wertlosen Nullzügen bei ChessBase´26 – die Kunst, nichts zu tun!

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ChessBase ist über Jahrzehnte zu dem geworden, was es jetzt mit der Version „ChessBase´26“ ist. Das Programm verfügt über unzählige Optionen, die wir hier in kleinen Häppchen vorstellen – so können Sie sich Ihre Oberfläche angenehm für den täglichen Gebrauch gestalten und immer wieder neue Optionen kennen- und einsetzen lernen, um ChessBase´26 optimal und zeitsparend zu nutzen.

Wir hoffen, mit diesem Tipp dabei geholfen zu haben, dass Sie mehr Spaß und Erfolg bei der Nutzung von ChessBase´26 haben. Mehr Tipps und Hinweise finden Sie auf unseren Supportseiten und den FAQ-Seiten.

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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