ChessBase´26 – Einsteigertipps Teil 27: Effektives Trainingsmaterial erstellen (Teil 1)

von Stefan Liebig
16.08.2026 – Trainer lieben ChessBase´26, weil sie – gewusst wie! – mit wenigen Klicks tolles Trainingsmaterial zusammenstellen können und dies sogar mit interaktiven Trainingsfragen versehen können. Wir erklären in dieser Folge, wie einfach Sie – auch für Ihr eigenes Training – eine thematische Datenbank erstellen können. In den nächsten Folgen lernen Sie, was Sie damit alles machen können, um sich oder Ihren Schülern schnell Trainingserfolge zu verschaffen ...

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Datenbank für Trainingszwecke erstellen

Wie so oft in ChessBase, gibt es auch in puncto Datenbanken mehrere Wege. Wir hatten in Folge 7 dieses Tutorials bereits einige Grundfunktionen von Datenbanken erklärt. Im Sinne dieser Tutorialfolge können Sie einen anderen Weg kennenlernen:

Die drei Hände markieren den Weg: Klicken Sie zunächst oben auf „Neu“ für neue Datenbank anlegen – das geht auch über das „Datei“-Menü. Dann wählen Sie im sich öffnenden Menüfenster den Ordner aus, in den Sie die neue Datenbank legen möchten und geben der Datenbank einen Namen. Schließlich klicken Sie rechts unten auf „Neu anlegen“.

Diese Datenbank erscheint nun auch im Fenster „Meine Datenbanken“.

Partien und Themen für die Datenbank

Wir beschreiben hier drei Beispiele, wie Sie Ihre Datenbank mit Trainingspartien füllen können:

1. Partien aus der MegaDatabase zu bestimmten Themen:

Wir möchten Mattstellungen finden, um für Anfänger das Mattsetzen zu demonstrieren. Sicher war in der romantischen Schachepoche die Wahrscheinlichkeit höher, dass bis zum Matt gespielt wurde. Wir überlegen uns also Partien von Paul Morphy zu suchen, in denen Matt gesetzt wurde. 

Dazu wählen wir in der MegaDatabase den Tab „Spieler“, geben unten den Namen ein, und klicken dann oben auf „Dossier“ (Shortcut: STRG+ALT+D):

Im sich öffnenden Menüfenster klicken Sie auf „Altes Dossier“ und auf „OK“:

Im neuen Fenster setzen Sie das Häkchen bei „Partien mit Matt“ und bestätigen wieder mit „OK“:

Das Dossier wird erstellt, was eine Weile dauern kann:

Das Ergebnis sieht dann wie folgt aus (Ausschnitt):

Hier sind nun einige Partien von Morphy zu sehen, die mit Matt endeten. Wenn man auf die roten Links klickt, öffnen sich die Partien in einem neuen Fenster.

Wenn Sie in diesem neuen Fenster auf „Datei“ im Hauptmenü gehen und dort „Als neue Partie speichern“ wählen, öffnet sich dieses Auswahlfenster. Hier wählen Sie das oben angelegte Verzeichnis und die von Ihnen angelegte Datenbank aus, um dort die Partie per „Neu/Öffnen“-Button abzulegen:

So können Sie die Datenbank um weitere Morphy-Partien oder Spiele anderer Meister erweitern.

DIE SCHACH-HORIZONT-ERWEITERUNG
In ChessBase gibt es immer wieder Ansätze, die typischen Pläne einer Eröffnungsvariante zu zeigen. Zwar ist Schach im Zeitalter der Engines viel konkreter als früher gedacht. Doch gerade Amateure lieben Eröffnungen mit klaren Plänen, siehe Londoner System. In ChessBase ’26 beschäftigen sich gleich drei Funktionen mit der Darstellung von Plänen. Im neuen Eröffnungsreport wird für jede wichtige Variante untersucht, welche Figurenzüge oder Bauernvorstöße darin wichtig sind. In der Referenzsuche sieht man jetzt auf dem Brett, wo die Figuren üblicherweise hingehen. Und startet man die neue Monte-Carlo-Analyse, zeigt auch hier das Brett die häufigsten Figurenpfade.

2. Material aus dem ChessBase Magazin (CBM) nutzen:

Wenn Sie mit einer fertigen Datenbank arbeiten möchten, können Sie zum Beispiel auch die bereits präparierte Taktikdatenbank aus der ChessBase Magazin-Rubrik „Taktik total“ nutzen. Dazu klicken Sie im CBM auf die Rubrik und den dortigen Beitrag:

Dort befindet sich die praktische Option „Alle Taktikaufgaben dieses Artikels“. Wenn Sie dort klicken, öffnet sich dieses Fenster:

Unter dem linken Diagramm werden alle Taktikaufgaben angezeigt. Mit einem Klick auf den Pfeil können Sie den Download starten:

Wenn Sie die oberste Option „Herunterladen & Kopieren - PGN“ wählen, dann wird die Datenbank als pgn in Ihren Download-Ordner gespeichert. Wenn ChessBase´26 geöffnet ist, erscheint die Datenbank außerdem gleichzeitig in diesen beiden Fenstern:

Nun können Sie, wie oben beschrieben, eine neue Datenbank anlegen und dort einzelne Partien einfügen oder alle Partien markieren und per Drag&Drop dort hinziehen. Speichern nicht vergessen!

3. Partien „per Hand“ in eine Datenbank einfügen

Sie können natürlich auch Partien, die Ihnen woanders auffallen oder die Sie zufällig sehen, in eine neue oder bestehende Datenbank einfügen. Wenn Sie die pgn haben, kennen Sie den Weg bereits. Wenn Sie beispielsweise in einer Zeitschrift eine schöne Kombination sehen, können Sie diese Stellung auch per „Stellung aufbauen“ (siehe Tutorialfolge 15 und Folge 16) in die Datenbank integrieren.


Probieren Sie es aus und stellen Sie sich Ihre Datenbanken zusammen mit ChessBase´26, der MegaDatabase, dem ChessBase Magazin oder anderen Quellen! Es gibt viele Möglichkeiten ... In der nächsten Folge lernen Sie, wie Sie diese Datenbank dann zu Ihrem eigenen Trainingsmaterial umgestalten, wie es Oliver Reh im ChessBase Magazin macht.

„Matt macht Laune!“ – Taktiktraining mit Oliver Reeh, „Normale Züge reichen nicht!“- Andy Woodward analysiert seine Partie gegen Magnus Carlsen, „Ein moderner Nimzo-Inder“ – Andrei Volokitin weiht Sie in „sein“ System ein u.v.m.!
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ChessBase ist über Jahrzehnte zu dem geworden, was es jetzt mit der Version „ChessBase´26“ ist. Das Programm verfügt über unzählige Optionen, die wir hier in kleinen Häppchen vorstellen – so können Sie sich Ihre Oberfläche angenehm für den täglichen Gebrauch gestalten und immer wieder neue Optionen kennen- und einsetzen lernen, um ChessBase´26 optimal und zeitsparend zu nutzen.

Wir hoffen, mit diesem Tipp dabei geholfen zu haben, dass Sie mehr Spaß und Erfolg bei der Nutzung von ChessBase´26 haben. Mehr Tipps und Hinweise finden Sie auf unseren Supportseiten und den FAQ-Seiten.

Links:
 

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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