14.04.2026 – Javokhir Sindarov hat es geschafft! Mit einem souveränen Remis gegen Anish Giri in Runde 13 sicherte sich der 20-jährige Usbeke den Sieg im Kandidatenturnier und darf später in diesem Jahr gegen Gukesh um die Weltmeisterschaft spielen. Nach der Runde fand der frisch gebackene Turniersieger noch Zeit für ein kurzes Interview mit Arne Kähler. Genau wie Sindarovs Trainer und "Geheimwaffe", Roman Vidonyak. | Foto: Nils Rohde
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Javokhir Sindarov brauchte in der 13. Runde nur ein Remis, um das Kandidatenturnier zu gewinnen und sich für den WM-Kampf gegen Gukesh zu qualifizieren. Ernsthaft nervös schien ihn diese wichtige Partie jedoch nicht zu machen, und er spielte so, wie er das gesamte Kandidatenturnier hindurch gespielt hat: Gut vorbereitet, souverän, sicher, schnell und selbstbewusst.
Isai Scheinberg, neben der Freedom Holding einer der Hauptsponsoren des Turniers, führt den ersten Zug aus. | Foto: Nils Rohde
Handschlag vor der Partie | Foto: Nils Rohde
Nach der Eröffnung schien Giri etwas besser zu stehen und gute Chancen zu haben, Spiel zu bekommen, aber Sindarov hatte keine Mühe, die weißen Drohungen zu neutralisieren, und so stand wenig später ein Turmendspiel auf dem Brett, das für Weiß nicht zu gewinnen war.
Giri probierte es dennoch eine Weile, aber Sindarov sicherte sich das Remis und den Turniersieg ohne Probleme.
Nach diesem Remis liegt Sindarov eine Runde vor Schluss mit zwei Punkten Vorsprung an der Spitze der Tabelle und hat das Kandidatenturnier 2026 überzeugend gewonnen!
Nach der Runde konnte Arne Kähler kurz mit Javokhir Sindarov sprechen:
Das gesamte Turnier hindurch wirkte Sindarov gut vorbereitet und ausgezeichnet in Form. Einen großen Erfolg am Sieg Sindarovs hat sicher sein Trainer Roman Vidonyak. Auch mit ihm konnte Arne Kähler nach der Runde sprechen.
Hikaru Nakamura ½–½ Matthias Blübaum
Zu einem ungefährdeten Remis kam auch Matthias Blübaum. Er spielte mit Schwarz gegen Hikaru Nakamura, die Nummer 2 der Welt. Doch Nakamura schaffte es nicht, mit Weiß in der Eröffnung Druck zu entwickeln und nach 18 Zügen stand eine geschlossene Stellung auf dem Brett, in der Weiß kaum Fortschritte erzielen konnte. Nakamura versuchte das noch eine Weile, aber ohne Erfolg und im 42. Zug endete die Partie mit Remis.
Damit hat Blübaum 12 seiner bislang 13 Partien Remis gespielt. Und auch wenn er damit nicht für die von vielen erhoffte Überraschung gesorgt hat, so ist dieses Ergebnis doch ein Erfolg für ihn. In Zypern hat er bislang 5,6 Elo-Punkte hinzugewonnen und liegt damit in der Live-Elo-Liste jetzt mit einer Zahl von 2700,6 auf Rang 33 der Weltrangliste.
Fabiano Caruana ½–½ Praggnanandhaa
Fabiano Caruana war als großer Favorit in das Kandidatenturnier gestartet, aber kam nach starkem Beginn ins Straucheln. Seine Partie gegen Praggnanandhaa folgte einem ähnlichen Muster: In einer bekannten und viel gespielten Variante des Nimzo-Inders kam Caruana mit einem neuen Konzept schnell in Vorteil und stand bald klar auf Gewinn. Doch dann kam Sand ins Getriebe und am Ende musste er sich mit einem Remis begnügen.
Wei Yi 1-0 Andrey Esipenko
Der einzige Sieg der Runde gelang Wei Yi. Er überspielte Andrey Esipenko in einer eröffnungstheoretisch interessanten und taktisch unterhaltsamen Partie.
Erste Reaktionen
Sindarovs Sieg im Kandidatenturnier war deutlich, souverän und verdient. Arne Kähler hat erste Reaktionen festgehalten.
Johannes FischerJohannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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