06.04.2026 – Anish Giri überzeugte mit seinen Verteidigungskünsten im Endspiel mit Turm gegen Läufer gegen Javokhir Sindarov und hielt das Remis – erst die zweite Partie, die Sindarov nicht gewann. Vor dem Ruhetag am Montag spielte Blübaum Remis gegen Hikaru Nakamura und Wei Yi überzeugte mit seinem ersten Sieg des Turniers gegen Andrey Esipenko. Fabiano Caruana konnte mit seinem Remis gegen Praggnanandhaa den Abstand zu Sindarov nicht verkürzen. | Foto: FIDE / Michal Walusza
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Giri glänzt mit Verteidigung im Endspiel
85 Züge brauchte es, da stand das Ergebnis zwischen Javokhir Sindarov und Anish Giri fest. Die beiden Spieler trennten sich mit einem Remis. Über weite Teile der Partie spielte Sindarov mit einem Vorteil auf dem Brett. Giri hatte bereits am Vortag gegen Matthias Blübaum Sitzfleisch bewiesen. Die Partie hatte 84 Züge angedauert. Anders als am Vortag war Giri am Sonntag jedoch nicht derjenige, der noch etwas versuchen konnte. Dieses Mal musste er verteidigen und verteidigen war, was er tat.
Im 11.Teil seines Endspiel-Lehrgangs diskutiert Karsten Müller asymmetrische Materialverhältnisse: Turm gegen Läufer; Turm und Springer gegen Läuferpaar; zwei Türme gegen Turm und Läufer; Dame und Turm gegen Dame und Läufer; Turm und Springer gegen Läufer und Springer; Turm gegen zwei Läufer
Anish Giri und Matthias Blübaum schienen zwischen Runde 6 und 7 die Rollen getauscht zu haben. In Runde 6 übte Giri Druck auf Blübaum auf und Blübaum mischte das Beton an, in Runde 7 war Giri derjenige, der im Endspiel den Beton herausholte.
Für Blübaum war begann es in Runde 6 mit dem Verteidigen und in Runde 7 gegen Hikaru Nakamura war er derjenige, der nach Gewinnchancen Ausschau hielt. Letztendlich gingen die Partien für Blübaum und Giri jeweils Remis aus. Beide haben nichts anbrennen lassen.
Dieser Videokurs enthält GM Anish Giris tiefe Einblicke und IM Sagar Shahs sachdienliche Fragen an den Super-GM. In Band 1 werden alle Eröffnungen nach 1.e4 behandelt.
Für Wei Yi löste sich in Runde 7 ein Knoten. Sein erster Sieg im Kandidatenturnier 2026! Damit schließt er auf Matthias Blübaum (Platz 5-6 mit je 3 Punkten) auf und lässt Hikaru Nakamura (2,5 Punkte) und Andrey Esipenko (2 Punkte) in der Tabelle hinter sich zurück.
Andrey Esipenko vs. Wei Yi | Foto: FIDE/ Michal Walusza
Wie viele Chancen wird Caruana noch bekommen, auf Sindarov aufzuschließen? | Foto: FIDE/ Yoav Nis
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Format: Sowohl im offenen Turnier als auch im Damenturnier treten die acht qualifizierten Spieler in einem Doppelrundenturnier mit insgesamt 14 Runden gegeneinander an.
Bedenkzeit (Open): Die Partien werden mit einer Bedenkzeit von 120 Minuten für die ersten 40 Züge gespielt, gefolgt von 30 Minuten für den Rest der Partie, wobei die Bedenkzeit ab dem 41. Zug um 30 Sekunden pro Zug erhöht wird.
Preisgeld: Das Mindestpreisgeld für die Veranstaltung beträgt die Rekordsumme von 1.000.000 €.
Tiebreaks: Im Falle eines Gleichstands um den ersten Platz nach 14 Runden wird ein Stechen ausgetragen, um den Sieger zu ermitteln, der sich für den Weltmeisterschaftskampf qualifiziert, der im November 2026 stattfinden soll.
Das Reglement für das FIDE-Kandidatenturnier 2026 finden Sie unten:
Hinweis: Die Runden beginnen jeweils um 15:30 Uhr lokaler Zeit, d.h. 14:30 Uhr deutscher Zeit. Die Partien werden mit einer Verzögerung von etwa 15 Minuten übertragen.
Martina GerdtsMartina Gerdts studierte portugiesische und spanische Sprachwissenschaft und arbeitet heute als Sprachdozentin und schreibt über Schach und Sprachen. Einmal für ein Turnier in Paris mit Schach angefangen, ist sie heute als Spielerin aber auch durch ihr Engagement neben dem Brett und ihre schreibenden Aktivitäten im Schach aktiv.
02.04.2026 – Nach vier Runden des Kandidatenturniers in Zypern hat sich ein klarer Führender herauskristallisiert. Javokhir Sindarov besiegte Fabiano Caruana im Duell der beiden Führenden und steht nun bei beeindruckenden 3,5 von 4 möglichen Punkten. Der 20-jährige Usbeke hat bereits einen vollen Punkt Vorsprung vor seinem engsten Verfolger. Auch Anish Giri konnte gewinnen und besiegte Andrey Esipenko mit Schwarz, wodurch er wieder eine 50-Prozent-Quote erreichte. Die beiden übrigen Partien, darunter auch die von Matthias Blübaum gegen Praggnanandhaa Rameshbabu, endeten remis. Heute ist der erste Ruhetag des Turniers. | Foto: FIDE / Yoav Nis, Michal Walusza
01.04.2026 – Nach drei Runden des Kandidatenturniers in Zypern haben sich zwei Spieler bereits einen deutlichen Vorsprung erarbeitet. Fabiano Caruana und Javokhir Sindarov feierten jeweils ihren zweiten Sieg und liegen damit vor ihrem direkten Duell in Runde 4 einen ganzen Punkt vor dem Rest des Feldes. Caruana bezwang Wei Yi nach zwei ungewohnten Fehlern des chinesischen Großmeisters, während Sindarov Praggnanandhaa Rameshbabu in einem hart umkämpften Match bezwang. Matthias Blübaum gehört zu den nächsten Verfolgern: Er remisierte auch seine dritte Partie gegen Andrey Esipenko und spielt am Mittwoch gegen Praggnanandhaa. Am Donnerstag folgt der erste Ruhetag nach vier Runden. | Foto: FIDE / Michal Walusza
Die Aljechin-Verteidigung ist ein eher seltener Gast im Turnierschach, vielleicht zu Unrecht. Die Praxis zeigt nämlich, dass Schwarz gegen die Hauptvarianten ganz gut gewappnet ist. Hier setzt das Autorenduo Luther/Jordan an und schlägt nach den Anfangszügen 1.e4 Sf6 2. e5 Sd5 3. d4 d6 eine giftige Antwort vor: 4.Lc4. Damit vermeidet Weiß die theoretisch zum Teil tiefe analysierten Hauptabspiele und versucht eine gesunde Stellung mit Angriffschancen zu erhalten. Die beiden Autoren setzen sich in ihrer Präsentation mit den Antworten …Sb6, …dxe5, …c6 und …e6 auseinander und zeigen auf, wie der Anziehende jeweils auf Vorteil spielen und den Gegner mit „giftigen“ Zügen unter Druck zu setzen kann. Ein für die Praxis leicht zu erlernendes Angriffsrepertoire für den Weißspieler!
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Dieses Repertoire behandelt alle wichtigen schwarzen Antworten – insbesondere 2…d5 und 2…Sf6 – und vermittelt moderne, dynamische Konzepte statt endloser Variantenketten.
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