23.09.2026 – Vincent Keymer und Matthias Blübaum hielten die beiden jungen türkischen Stars Yagiz Kaan Erdogmus und Ediz Gürel jeweils mit einem Remis in Schach, während Frederik und Rasmus Svane gegen Isik Can und Vahap Sanal gewannen. In der offenen Sektion gewann Deutschland 3:1 gegen die Türkei. Die deutschen Spielerinnen verloren 0,5:3,5 gegen Indien. Elisabeth Pähtz erreichte ein Remis gegen die Siegerin des Kandidatenturnier der Frauen, Vaishali Rameshbabu. | Foto: Michal Walusza / FIDE
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Zum Abend des Spieltages beginnen wir mit der Besprechung der Ergebnisse der deutschen Teams. Am folgenden Vormittag wird ein allgemeiner Bericht zu der 7. Runde der Schacholympiade veröffentlicht.
Open: Deutschland gewinnt 3:1
Die Partien im Duell Deutschland gegen die Türkei wurden im Endspiel entschieden. Im Fall von Matthias Blübaum gegen Ediz Gürel und Vincent Keymer gegen Yagiz Kaan Erdogmus wurden die Partien im Turmendspiel entschieden indem sich die Spieler auf ein Remis einigten. In beiden Fällen gab es keinen Gewinnweg mehr.
Rasmus Svane gewann durch einen Fehler seines Gegners Vahap Sanal im Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und Frederik Svane kam durch eine Taktik in großen Vorteil gegen Isik Can.
Die Paarungen: Deutschland gegen die Türkei
Ediz Gürel gegen Matthias Blübaum
Matthias Blübaum beendete seine Partie gegen Ediz Gürel als Erster im Team Deutschland. In einem Turmendspiel mit jeweils zwei Türmen auf beiden Seiten und drei Bauern für Ediz Gürel mit Weiß gegen zwei Bauern für Matthias Blübaum mit Schwarz fand Weiß einen Weg, Schwarz in ein Dauerschach zu drängen. Schwarz hätte sonst den Bauern, den er weniger hatte, zurückgewonnen oder sogar Matt gesetzt.
Die Partie endete in einem Remis, weil Weiß Schwarz nach 35...Kf7 mit 36.Tc7+ Kf6 37.Tc6+ in ein Dauerschach drängen kann. Der schwarze König darf die fünfte Reihe (und die e-Linie) nicht betreten, weil der zweite Turm auf e5 steht. Der schwarze König kann sich innerhalb dieses Rechtecks auch nirgendwo verstecken.
Die größte Drohung von Schwarz ist – sollte Weiß kein Remis erzwingen – Ta1+ oder Td1+. Es kann noch ein Turm zwischen Turm und König ziehen, aber dieser würde nur geschlagen werden und es gäbe ein Schachmatt auf dem Brett. Die Mattdrohung ließe sich mit einem Turmzug auf die erste Reihe abwenden. Doch dann kann Schwarz den Bauern auf h2 schlagen und möglicherweise auch noch den g-Bauern gewinnen.
Matthias Blübaum erreichte in dieser Partie mit der Russischen Verteidigung das erhoffte Remis mit Schwarz.
Matthias Blübaum mit Schwarz gegen Ediz Gürel | Foto: Michal Walusza / FIDE
Vincent Keymer gegen Yagiz Kaan Erdogmus
Keymers Partie gegen Erdogmus dauerte länger an als Blübaums Partie. 104 Züge dauerte das Duell der deutschen Nummer 1 gegen das türkische Jugendtalent an. Auch in dieser Partie kam es zu einem Turmendspiel.
Dieses Endspiel endet laut Tablebase bei idealem Spiel in einem Remis. Wer die Philidor-Stellung kennt, sollte dieses Endspiel mit Schwarz Remis halten können. Ab Zug 69 hatten die beiden Spieler nur noch ihre Türme auf dem Brett und Weiß hatte einen Bauern übrig, der in Zug 69 erst auf der fünften Reihe und später dann auf der sechsten Reihe stand. Es gab noch ein paar Tricks, die Weiß austesten konnte, aber Remis ist nach dieser Partie trotzdem ein vernünftiges Ergebnis.
Frederik Svane gegen Isik Can
Eine Taktik brachte Frederik Svane größeren Vorteil in der Partie gegen Isik Can.
Frederik Svane entschied sich für 30.b3 Sc3 31.Lxc3 bxc3. In dieser Stellung war es wichtig, aufmerksam zu sein und darauf aufzupassen, den c-Bauern nicht das Umwandlungsfeld erreichen zu lassen.
Vahap Sanal gegen Rasmus Svane
Vahap Sanal begann im Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern einen entscheidenden Fehler gegen Rasmus Svane.
Der schwarze König muss den c7-Bauern nicht beschützen und kann sich mit 46...Kd5 in Richtung bewegen. Nach 47.Lxc7 b4 48.Ld8 Kxc5 49.fxe4 fxe4 wurde es ersichtlich, dass sich Weiß nicht mehr um alle schwarzen Freibauern kümmern konnte.
Auch schon vor dem Fehler von Weiß konnte Rasmus Svane entspannt spielen, da es sich in dem Endspiel um ein Spiel auf zwei Ergebnisse handelte. So konnte er ohne Druck versuchen zu gewinnen, ohne ein zu großes Risiko einzugehen, dass die Partie kippen würde und in einer Niederlage von ihm enden würde.
Nachdem Rasmus Svane drei Runden aussetzen musste, war dies ein guter Start zurück am Brett. Den besten Score hat momentan Frederik Svane im deutschen Team in der offenen Sektion.
Die Spieler sind in dieser Darstellung nach Elo sortiert, nicht nach dem Brett
In der Bestenliste der Spieler an Brett 3 befindet sich Frederik Svane mit 5,5/7 nach Runde 7 auf dem dritten Platz hinter Nodirbek Yakubboev (Usbekistan 1) und Ihor Samunenkov (Ukraine).
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Nach Zweitwertung steht Deutschland nach Runde 7 auf dem 4. Platz. Nach Mannschaftspunkten allein stehen nur die Gastgeber aus Usbekistan vor dem deutschen Team. Deutschland ist punktgleich mit der Niederlande, Indien, Aserbaidschan und Armenien mit 12 von 14 möglichen Mannschaftspunkten. Usbekistan ist weiterhin nicht nur als Team ungeschlagen, bisher konnte auch noch keine Mannschaft dem ersten usbekischen Team ein Remis abringen.
... von insgesamt 206 Mannschaften in der offenen Sektion
Partien Deutschland (Open)
Die Gegner in Runde 8: Usbekistan
Nach dem 3:1-Sieg gegen die Türkei spielt Deutschland am Donnerstag gegen Usbekistan 1, die Erstplatzierten. Nodirbek Abdusattorov (5,5/7, Brett 1), Javokir Sindarov (4,5/6, Brett 2), und Nodirbek Yakubboev (5,5/6, Brett 3) punkteten bisher sehr stark, weshalb es wahrscheinlich ist, dass Usbekistan auch gegen Deutschland mit den ersten drei Brettern in Topbesetzung antritt.
Keiner der fünf usbekischen Spieler verlor bisher eine Einzelpartie. Das Team um Vincent Keymer gewann zuvor gegen Usbekistan 3 und Usbekistan 2. Ein Sieg gegen Usbekistan 1 wird schwieriger zu erreichen sein.
Usbekistan gewann gegen China 3:1 | Foto: Rafal Oleksiewicz / FIDE
Frederik Svane bespricht seine Partie mit Bahne Fuhrmann
Partieanalyse Frederik Svane gegen Isik Can | Video: ChessBase
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Dinara Wagner gegen Humpy Koneru | Foto: Michal Walusza / FIDE
In Runde 7 gewann Indien 3,5:0,5 gegen Deutschland. Die erfreuliche Nachricht aus deutscher Sicht aus dieser Runde ist, dass Elisabeth Pähtz Remis gegen Vaishali Rameshbabu spielte. Vaishali wird in der kommenden Weltmeisterschaft der Frauen gegen die amtierende Weltmeisterin antreten und um den Titel kämpfen.
Die Paarungen: Deutschland gegen Indien
Durch diese 0,5:3,5-Niederlage bleibt Elisabeth Pähtz die einzige Spielerin des deutschen Frauenteams, die bisher ungeschlagen ist. Pähtz steht bei 4,5 Punkten aus 6 Partien. Ein Remis gegen die Siegerin des Kandidatenturniers der Frauen ist ein starkes Ergebnis! Vergleicht man die Elo der Spielerinnen an den vier Brettern, ist erkennbar, dass die Frauen im deutschen Team in Runde 7 keine einfache Aufgabe vor sich hatten. Dinara Wagner hat 110 Elopunkte weniger als Humpy Koneru, Hanna Marie Klek hat 197 Elopunkte weniger als Divya Deshmukh und Lara Schulze hat 75 Elopunkte weniger als Shri B. Savitha. Die geringste Elodifferenz gab es zwischen Elisabeth Pähtz und Vaishali Rameshbabu. Die Differenz zwischen den beiden Spielerinnen an Brett 2 beträgt 65 Elopunkte.
Dinara Wagner gegen Humpy Koneru
Es folgte 40...hxg4 41.fxg4 a4 42.h5+ Kg5 und der weiße Angriff am Königsflügel verflachte.
Sechs weitere Züge wurden noch gespielt, aber retten ließ sich nach dieser Stellung die weiße Position nicht mehr. Um den a-Bauern aufzuhalten opferte Dinara Wagner ihren Läufer. Die ehemalige Weltmeisterin der Frauen im Schnellschach, Humpy Koneru, die Nummer 9 der FIDE-Weltrangliste der Frauen, gewann so die Partie gegen Dinara Wagner.
Vaishali Rameshbabu gegen Elisabeth Pähtz
Dinara Wagner und Elisabeth Pähtz | Foto: Michal Walusza / FIDE
Hanna Marie Klek | Foto: Michal Walusza / FIDE
Elisabeth Pähtz teilt sich Punkt mit Vaishali | Foto: Michal Walusza / FIDE
In diesem Videokurs dreht sich alles um das Thema Entwicklungsvorsprun: Wie entsteht ein Entwicklungsvorsprung und wie kann man ihn verwerten? Wie kann man den gegnerischen Entwicklungsvorsprung neutralisieren?
Mit der zweiten Teamniederlage rutscht Deutschland auf Platz 17 nach Zweitwertung. Die Mannschaft um Dinara Wagner steht mit 10 Mannschaftspunkten punktgleich mit den Teams von Tabellenplatz 12 bis Platz 37 (England, Frankreich, Aserbaidschan, Polen, Schweiz und 20 weitere Mannschaften). Keine Mannschaft konnte alle Matches gewinnen, aber China und Kasachstan bleiben mit 13 von 14 möglichen Mannschaftspunkten weiterhin ungeschlagen.
... von insgesamt 190 Mannschaften in der Sektion der Frauen
In diesem Videokurs werden die möglichen Aufstellungen, die Schwarz wählen kann, in allen Einzelheiten vorgestellt. Sie werden die wichtigsten Konzepte und Strategien lernen, um diese fantastische Eröffnung in Ihr Repertoire aufzunehmen.
In Runde 8 wird es ein deutschsprachiges Duell geben! Die Österreicherinnen um Olga Badelka werden die Gegnerinnen des deutschen Frauenteams um Dinara Wagner sein. Österreich spielte zweimal Remis, gegen die Niederlande und gegen Georgien, und verlor gegen Ukraine. In der siebten Runde gewannen sie 2,5:1,5 gegen Schottland.
Ein ausführlicher Artikel zu den Ergebnissen der siebten Runde bei der Schacholympiade folgt am 24.9.
Arne Kähler im Gespräch mit Andrea Henderson De La Fuente
Henderson De la Fuente: "Ich träume nicht vom Schach" | Video: ChessBase
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Martina GerdtsMartina Gerdts studierte portugiesische und spanische Sprachwissenschaft und arbeitet heute als Sprachdozentin und schreibt über Schach und Sprachen. Einmal für ein Turnier in Paris mit Schach angefangen, ist sie heute als Spielerin aber auch durch ihr Engagement neben dem Brett und ihre schreibenden Aktivitäten im Schach aktiv.
18.09.2026 – Elisabeth Pähtz und Vincent Keymer sorgten in Runde 3 für die Teamsiege der deutschen Mannschaften. Pähtz besiegte Aliaksandra Tarasenka (Belarus) und Keymer besiegte Jakhongir Vakhidov (Usbekistan 2). Alle weiteren Paarungen mit deutscher Beteiligung endeten in einem Remis, wodurch Deutschland zweimal 2,5:1,5 gewann. Frederik Svane spielte gegen den Großmeister Mukhammadzokhid Suyarov, der noch als IM am Osterwochenende das A-Turnier des Grenke Opens gewonnen hatte. | Foto: Steffen Rätzke von Stoyentin / ChessBase
17.09.2026 – In der zweiten Runde bekamen Vincent Keymer und Elisabeth Pähtz jeweils ihren ersten Einsatz des Turniers. Keymer trat mit Weiß gegen Saidakbar Saydaliev (Usbekistan 3) an und Elisabeth Pähtz spielte gegen Trisha Kanyamarala (Irland). Beide starteten in das Turnier mit einem Sieg. Das deutsche Team in der offenen Olympiade besiegte Usbekistan 3,5:0,5. Das deutsche Frauenteam gewann 4:0 gegen Irland. | Foto: Steffen Rätzke von Stoyentin / ChessBase
Nach 1.d4 c5 2.d5 g6 3.c4 Lg7 ergibt für Schwarz eine interessante positionelle Möglichkeit, wenn Weiß hier mit dem natürlichen Zug 4.Sc3 fortsetzt. Schwarz kann nämlich mit4...Lxc3 Weiß einen hässlichen Defekt in seiner Bauernstruktur verschaffen. Dabei gibt Schwarz zwar seinen Fianchetto-Läufer auf, erhält aber auch eine Reihe von Vorteilen und einen klaren strategischen Plan. Oft wird nach dem Wiedernehmen auf c3 (5.bxc3) mit 5...f5 fortgesetzt, wodurch Schwarz das weiße Spiel im Zentrum mit e2-e4 unterbindet. Da der in die USA ausgewanderte starke georgische Großmeister Romandzindzichashvili gerne so spielte, wird diese Verteidigung Dzindzichashvili-Indisch, bzw. kurz: Dzindzi-Indisch genannt. Heute wenden auch starke Spieler wie Radoslaw Wojtaszek und Hikaru Nakamura sie gelegentlich an. Kenneth Nahnsen hat sich mit dieser interessanten Eröffnung intensiv auseinandergesetzt und stellt die wichtigsten Ideen und Varianten in sieben Video-Lektionen mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 60 Minuten vor. Mit Dzindzi-Indisch können Sie ihren Gegner ohne große Vorbereitung von Anfang an in die Defensive drängen.
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Der Nimzo-Inder hat sich seit über einem Jahrhundert bewährt: Bis heute ist er eine erste Wahl der Weltelite, von Magnus Carlsen bis Praggnanandhaa, und er bleibt eine der zuverlässigsten Möglichkeiten für Schwarz, nach 1.d4 2.c4 3.Sc3 um echte Chancen zu
Italian Game Powerbase 2026 ist eine Datenbank und enthält 8571 hochklassige Partien aus der Mega 2027 bzw. der Correspondence Database 2026, davon sind 479 kommentiert.
Videos: Nico Zwirs zeigt Sizilianisch mit 2…e6 3.d4 cxd4 4.Dxd4 Sc6 5.De3 Sf6 6.Sc3, Mihail Marin prüft Sindarovs 6.Se5 im Damenbauernspiel. Dazu die „Wundertüte“ mit 41 Analysen von Berg, Ftacnik, Gupta u.v.a.
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