Schacholympiade 2018

Die Schacholympiaden sind eine Art Mannschaftsweltmeisterschaft, bei der allerdings im Unterschied zur tatsächlich so genannten Mannschaftsweltmeisterschaft so gut wie alle Nationen, die im Weltschachbund FIDE Mitglied sind, teilnehmen und Teams entsenden. Ähnlich wie bei den Olympischen Spiele kommen so Sportler aus der ganzen Welt zusammen und messen ihr Können - hier im Schach.

Die Geschichte des Weltschachbundes ist eng mit der olympischen Idee verbunden. Am Rande der Olympischen Spiele 1924 in Paris wurde die "Fédération Internationale des Échecs", die FIDE, gegründet und anlässlich der Gründung auch schon ein Schachturnier durchgeführt. Das erste Schachturnier der Nationen gab es 1927 in London. Anfangs wurde das Turnier noch in unregelmäßigen Abständen durchgeführt. Seit 1950, der ersten Schacholympiade nach dem Krieg, findet sie alle zwei Jahre statt.

In diesem Jahr ist der Georgische Schachverband Ausrichter der 43. Schacholympiade. Sie findet vom 25. September bis 5. Oktober in der Hafenstadt Batumi am Schwarzen Meer statt.

Blick in die Halle des Sportpalastes |Foto: David Llada /Turnierseite

Austragungsort in Batumi ist der Sportpalast. Neben dem allgemeinen Turnier, das für alle Schachspieler und Schachspielerinnen offen ist, wird parallel eine Schacholympiade der Frauen durchgeführt. Seit vielen Jahren finden beide Schacholympiaden am gleichen Ort statt. Die Turnierregeln haben sich im Laufe der Jahre einige Male geändert. Derzeit werden beide Schacholympiaden nach gleichen Regeln gespielt. 

185 Verbände am Start

Für das Allgemeine Turnier haben 185 Nationen gemeldet, für das Frauenturnier 151 Nationen. Die Wettkämpfe werden an je vier Brettern ausgetragen. Die meisten Mannschaften reisen mit einem zusätzlichen Ersatzmann, bzw. Ersatzfrau an. es werden also etwa 1600 Aktive an diesen Turnieren teilnehmen, was die Schacholympiade zu einer der größten Sportveranstaltung weltweit macht.

Die Turnier werden nach Schweizer System gespielt, das heißt: In jeder Runden spielen punktgleiche Teams gegeneinander. Gewertet wird nach Mannschaftspunkten. In der Vergangenheit lagen viele Mannschaften am Ende des Turniers punktgleich eng beieinander und eine komplizierte Zweitwertung entschied über die Platzierungen. 

Im Offenen Turnier sind die USA, Russland und China die Favoriten, gemessen nach dem Eloschnitt der Spieler. Bei der Frauenolympiade sind es Russland, die Ukraine und China. Die Deutsche Mannschaft geht als 16te der Setzliste ins Rennen, das deutsche Frauenteam als 9te. 

Für die Schacholympiade wurden von Bundestrainer Dorian Rogozenco folgende Spieler und Spielerinnen nominiert:

Offene Olympiade:

1. Liviu-Dieter Nisipeanu
2. Georg Meier
3. Matthias Blübaum
4. Daniel Fridman
5. Rasmus Svane

Frauenolympiade:

1. Elisabeth Pähtz
2. Sarah Hoolt
3. Zoya Schleining
4. Filiz Osmanodja
5. Judit Fuchs
 

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