FIDE World Cup: Ding Liren, So und Aronian im Halbfinale

von Klaus Besenthal
16.09.2017 – Beim FIDE World Cup in Tiflis wurde heute die zweite Partie der 5. Runde gespielt. Der Chinese Ding Liren (gegen Richard Rapport aus Ungarn) und der Amerikaner Wesley So (gegen den Russen Vladimir Fedoseev) gewannen jeweils im Endspiel und erreichten das Halbfinale, wo sie am Dienstag aufeinander treffen werden. Dem Armenier Levon Aronian reichte ein Remis gegen Vassily Ivanchuk (Ukraine) für den Einzug ins Halbfinale. Sein Gegner wird morgen im Tiebreak zwischen Maxime Vachier-Lagrave (Frankreich) und Peter Svidler (Russland) bestimmt. Foto: Anastasia Karlovich

ChessBase 14 Download ChessBase 14 Download

ChessBase 14 ist die persönliche Schach-Datenbank, die weltweit zum Standard geworden ist. Und zwar für alle, die Spaß am Schach haben und auch in Zukunft erfolgreich mitspielen wollen. Das gilt für den Weltmeister ebenso wie für den Vereinsspieler oder den Schachfreund von nebenan.

Mehr...

So - Fedoseev

Im Endspiel T+L gegen T+L besaß Wesley So eine intakte Struktur, während sich Fedoseev mit diversen versprengten Bauerninseln herumplagen musste. Mit bewundernswerter Hartnäckigkeit konnte der Russe über sehr lange Zeit hinweg trotzdem alle Schwächen decken - bis So schließlich doch seine Stellung soweit verbessern konnte, dass es ihm gelang einen Bauern zu erobern. Das reichte, um die Partie zu gewinnen und ins Halbfinale einzuziehen. 

Wesley So (rechts): Mit einer starken Leistung konnte der Amerikaner gegen den Russen Fedoseev gewinnen und sich einen Platz im Halbfinale sichern.

Ding Liren - Rapport

Richard Rapport hatte die Eröffnung ganz ordentlich gespielt, doch irgendwie misslang dem Ungarn dann der Übergang ins Mittelspiel. Ein gewisser Entwicklungsrückstand und schlecht koordinierte Figuren - das hatte Auswirkungen bis ins Endspiel, wo Ding schließlich mit einem Mehrbauern eine bequeme Partie spielen konnte. Dem Chinesen gelang damit die Qualifikation für das Halbfinale.

 

Ding Liren und Richard Rapport

Ivanchuk - Aronian

Um im Turnier zu bleiben, hätte Vassily Ivanchuk gewinnen müssen. Er mühte sich bis zum 71. Zug auch redlich, bestenfalls konnte er aber mit seinem agilen Läuferpaar Aronian zur Präzision zwingen. Das reichte nicht zum Sieg: Die Zuschauer bekamen eine qualitativ hochwertige, bis zum Schluss ausgespielte Großmeisterpartie geboten, in der jedoch die Remisbreite zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise verlassen wurde.

Levon Aronian (links) - eine konzentrierte Leistung brachte ihm die Qualifikation für das Halbfinale ein.

Vachier-Lagrave - Svidler

Beide Spieler mieden heute in diesem Duell einen Kampf bis zur letzten Konsequenz: Zuerst verzichtete Vachier-Lagrave darauf, Verwicklungen herbeizuführen, die günstig für ihn hätten ausgehen können, dann willigte Svidler ins Remis ein, obwohl er einen Mehrbauern besaß. Für diese beiden Spieler heißt es somit morgen: Tiebreak!

 

Duell der (Schachspieler-) Generationen auf Augenhöhe: Peter Svidler ist 41, Maxime Vachier-Lagrave 26. Die verkürzte Bedenkzeit im Tiebreak soll ja angeblich die jüngeren Spieler begünstigen - morgen wissen wir mehr.

Alle Partien der 5. Runde

 

Wie geht es weiter?

Der Stichkampf zwischen Svidler und Vachier-Lagrave findet morgen (Sonntag) statt (ab 13 Uhr live auf ChessBase.de).

Am Montag ist Ruhetag: Dienstag folgen dann die Halbfinals zwischen So und Ding Liren bzw. Aronian und dem Sieger aus Vachier-Lagrave/Svidler.

 

Fotos: Anastasia Karlovich

Links



Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
Discussion and Feedback Join the public discussion or submit your feedback to the editors


Diskutieren

Regeln für Leserkommentare

 
 

Noch kein Benutzer? Registrieren