World Cup 2017, Rd. 6-1: Ein knappes und ein verwirrendes Remis

von Marco Baldauf
19.09.2017 – Letztlich wird es nur Levon Aronian selbst wissen, ob er in der Eröffnung die Züge verwechselte oder seine Neuerung im Grünfeldinder doch eine sehr tiefe Bedeutung hat. Die Stellung war danach jedoch keinesfalls besser für Weiß und Maxime Vachier-Lagrave konnte trotz Verwirrung mit einem problemlosen Schwarzremis zufrieden sein. Wesley So hatte hingegen große Chancen in Führung zu gehen, fiel allerdings einem teuflischen Trick Ding Lirens zum Opfer.

Komodo Chess 14 Komodo Chess 14

Gleich zweimal gewann Komodo im vergangenen Jahr den Weltmeistertitel und darf sich "2019 World Computer Chess Champion" und "2019 World Chess Software Champion" nennen. Und der aktuelle Komodo 14 ist noch einmal deutlich gegenüber seinem Vorgänger verbessert.

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Die Lage spitzt sich zu: von den ursprünglich 128 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind nur noch vier Mann im Rennen. Für alle vier geht es um die Qualifikation zum Kandidatenturnier 2018 in Berlin, ein großer Schritt in der Karriere, auch wenn Wesley So im Interview meinte, es sei nicht so tragisch, sollte er es nicht schaffen.

Aronian 1/2 Vachier-Lagrave

Ein verwirrendes Remis, zumindest für den Franzosen, der mit Schwarz seiner Grünfeldindischen Verteidigung treu blieb. Aronian überraschte ihn in einer weit ausanalysierten Variante mit zwei schnell ausgeführten Zügen 24.Tbc1 und 25.Dc3, wonach MVL einfach nicht ergründen konnte, wieso er nicht einfach besser stehen sollte.

Interview mit Vachier-Lagrave

 

 

 

So 1/2 Ding

Eine Partie, in welcher für Wesley So lange alles nach Plan lief. Nach zwar harmloser Eröffnung konnte er Ding nach und nach positionell überspielen, am Ende fiel er jedoch auf einen schönen Trick des Chinesen herein und all seine Arbeit war damit zunicht gemacht.

 

Intelligentes Italienisch

Die Italienische Eröffnung gehört zu den großen Klassikern der Eröffnungstheorie. In letzter Zeit wird sie zunehmend populär und ist regelmäßiger Gast bei den Top-Turnieren. Stefan Kindermann zeigt warum.

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Marco Baldauf, Jahrgang 1990, spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Schach. Zwei Mal wurde er Deutscher Jugendmeister, seit 2015 spielt er für die Schachfreunde Berlin in der Bundesliga. Für Chessbase schreibt er gelegentlich auf der Homepage, kommentiert live oder versucht sich als Autor von Fritztrainern.

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