World Cup 2017, Halbfinale, Partie 2: Zwei Mal Remis, zwei Mal Tiebreak

von Johannes Fischer
20.09.2017 – Das Halbfinale des World Cups 2017 wird im Tiebreak entschieden. Die beiden ersten Partien des Halbfinales endeten gestern mit Remis und auch heute konnte keiner der vier Spieler gewinnen. Maxime Vachier-Lagrave und Levon Aronian beschlossen nach 19 Zügen, ihr Glück im Tiebreak zu versuchen, Ding Liren und Wesley So brauchten für diesen Entschluss etwas länger. Denn der chinesische Großmeister hatte zwar die gesamte Partie über eine leichte Initiative, aber ein konkreter Vorteil wurde nie daraus. | Foto: Amruta Mokal

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Tatsächlich Tiebreak

Schnell- oder Blitzpartien oder vielleicht sogar eine Armageddon-Partie werden darüber entscheiden, wer sich für das Finale des World Cups qualifiziert und im März 2018 am Kandidatenturnier teilnehmen wird. In der zweiten Partie des Halbfinales wollte keiner der vier Spieler zu viel riskieren und so endeten beide Partien mit Remis

Maxime Vachier-Lagrave gegen Levon Aronian

Hier stand ein Spanier mit 6.d3 auf dem Brett, in der Schwarz im  14. Zug einen Bauern opferte. Aber wenn Maxime Vachier-Lagrave nach diesem Bauernopfer auf Vorteil gehofft hatte, so wurden seine Illusionen schnell zerstört. Nach einer Neuerung im 15. Zug gewann Schwarz den Bauern zurück und es kam zu einer vollkommen ausgeglichenen Stellung. Vier Züge später war das Remis beschlossene Sache.

 

Ding Liren gegen Wesley So

In der ersten Partie des Halbfinales war Ding Liren nur knapp und mit Glück einer Niederlage, in der zweiten Partie war er es, der auf Gewinn spielte. In einem Dameninder hatte Ding Liren bis ins Endspiel hinein eine leichte Initiative, aber So verteidigte sich umsichtig und konnte so am Ende das Remis retten. Damit wird auch dieser Kampf morgen im Tiebreak entschieden.

 

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Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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