27.09.2026 – Frederik und Rasmus Svane halten Deutschland im Rennen um die ersten Plätze in der Schacholympiade 2026! Deutschland gewann gegen Frankreich 3:1. Mit zwei Punkten Abstand zu Usbekistan auf dem ersten Platz hat Deutschland nicht nur Chancen auf einen Platz auf dem Podium in der offenen Sektion, sondern auch darauf, Usbekistan einzuholen und die Feinwertung über den Turniersieg entscheiden zu lassen. Die letzte Runde wird am Sonntag bereits um 8 Uhr deutscher Zeit ausgetragen. In der Sektion der Frauen verlor Deutschland gegen Lettland 1,5:2,5. | Foto: Nils Rohde / ChessBase
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Zum Abend des Spieltages beginnen wir mit der Besprechung der Ergebnisse der deutschen Teams. Es folgen Artikel mit den Ergebnisse der 10. Runde der anderen Mannschaften in der offenen Sektion und in der Frauensektion.
Open: Frederik und Rasmus Svane nicht zu stoppen!
In der vorletzten Runde der Schacholympiade gewinnt Deutschland 3:1 gegen Frankreich und katapultiert sich damit auf den dritten Platz. Mit zwei Punkten Abstand zu den Tabellenersten kann das deutsche Team um Vincent Keymer noch vom ersten Platz träumen, sollten die Ergebnisse und Feinwertungen nach der letzten Runde stimmen! Bevor Rasmus Svane in der neunten Runde einmal aussetzte gewannen er und sein Bruder Frederik Svane in zwei Matches jeweils entscheidende Partien. Dann folgte das Match bei dem Rasmus Svane zugucken musste und nun, wo er in Runde 10 zurück am Brett war, punkteten die Brüder wieder im entscheidenden Moment!
Die Paarungen: Deutschland gegen Frankreich
Rasmus Svane trat in Runde 10 gegen den jungen Franzosen Marc'Andria Maurizzi an, dem er in der Bundesliga in der kommenden Saison wieder begegnen konnte. Maurizzi spielt in der 1. Bundesliga für den FC St. Pauli, während Rasmus und Frederik Svane weiterhin für den Hamburger SK aktiv sind.
Marc'Andria Maurizzi 0–1 Rasmus Svane
Zuerst hatte Maurizzi in der Partie gegen Rasmus Svane einen Vorteil. In dieser Stellung hätte 31.Df3 Schwarz in große Schwierigkeiten gebracht, weil sich f7 nicht gut decken lässt und selbst nach 31...Ta7 32.Sxg6 käme. Auch nach 31...Tf8 ist der Springer auf e5 zu stark! Stattdessen zog Weiß aber 31.Lxb5 und gab Schwarz die Möglichkeit 31...Dxf2+ zu spielen und einen Damentausch durchzuführen.
Nur wenige Züge später kippte die Stellung für den Franzosen. Er spielte 34.Kh2 als d7 oder ein Königszug auf die f-Linie notwendig gewesen wäre.
Es folgte 34...Tad8 35.d7 Txe5 36.Txd7. Aus praktischer Sicht war dies eine sinnvolle Variante für Schwarz, da er so den gefährlichen d-Bauern vom Brett nehmen konnte. Ansonsten hätte sonst aber Te6 größeren Vorteil für Schwarz behalten. Der Turm wäre nicht mehr angegriffen und wäre vom f-Bauern gedeckt. So hatte Rasmus Svane noch etwas länger zu kämpfen, doch am Ende reichte es auch so für den ganzen Punkt gegen Maurizzi.
Rasmus Svane überzeugt mit 5 aus 6 | Foto: Nils Rohde / ChessBase
An Brett 3 besiegte Frederik Svane den französischen Großmeister Maxime Lagarde. Mit diesem erneuten Sieg steht Frederik Svane vor der letzten Runde bei 8 Punkten aus 10 Einsätzen. Er ist bisher der einzige Spieler des deutschen Teams, der noch keine Runde aussetzen musste. Bei seinem aktuellen Punktestand konnte der Teamkapitän Jan Gustafsson den 22-Jährigen in der letzten Runde nicht zugucken lassen, wenn es noch einmal um alles geht. Auch in der Aufstellung zu Runde 11 ist er dabei. Frederik Svane hat vor der letzten Runde eine Turnierperformance von 2819 Elopunkten. Damit hat er die beste Performance der Spieler an Brett 3. Vincent Keymer und Matthias Blübaum hielten ihm an Brett 1 und Brett 2 den Rücken frei indem sie häufig Remis spielten und ließen Frederik Svane an Brett 3 die Siege einfahren.
Frederik Svane 1–0 Maxime Lagarde
In dieser Stellung lauerte eine interessante Taktik. Wäre Lagarde mit dem Turm von d6 weggezogen, um die Qualität nicht abgeben zu müssen, hätte Txg7+ mit einem Mattnetz gedroht.
Vincent Keymer hatte mit Maxime Vachier-Lagrave erneut keinen einfachen Gegner vor sich sitzen. Bevor die Partie beendet war stand es bereits 2,5:0,5 für seine Mannschaft, weshalb Keymer mit weniger Druck weiterspielen konnte. Ein Remis gegen MVL ist eine starke Leistung von der deutschen Nummer 1. Zuvor hatte Matthias Blübaum den Teamsieg abgesichert. Sein Remis gegen Etienne Bacrot in Kombination mit den beiden Svane-Siegen bedeuteten dem deutschen Team den Sieg.
In der Bundesliga hatte Blübaum in der vergangenen Saison gegen Maxime Vachier-Lagrave Remis gespielt. Da spielte Blübaum noch für die SF Deizisau und MVL für die OSG Baden-Baden. In der kommenden Saison spielen Keymer, Blübaum, MVL, Donchenko, Bacrot und Lagarde gemeinsam in einem Team für die OSG Baden-Baden in der Bundesliga.
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... von insgesamt 206 Mannschaften in der offenen Sektion
Partien Deutschland (Open)
Die Gegner in Runde 11: Niederlande
Die Aufstellungen für die letzte Runde wurden bereits veröffentlicht. Am ersten Brett wird Vincent Keymer gegen Anish Giri antreten. Matthias Blübaum kann sein Bestes gegen Jorden van Foreest zeigen. Frederik Svane tritt gegen Loek van Wely an und Rasmus Svane spielt gegen Casper Schoppen.
Jorden van Foreest spielt ein großartiges Turnier. Mit 7 Punkten aus 8 gespielten Partien (den Punkt aus der spielfreien Partie gegen Israel rausgerechnet) führt Van Foreest die Bestenliste nach Turnierperformance für Brett 2 in der offenen Sektion an. Seine Turnierperformance liegt aktuell bei 2904. Damit hat er aktuell die beste Turnierperformance aller Spieler des Turniers, die in die Wertung zählen. Zur Bestenliste zählen Spieler mit mindestens acht Partien.
Einzelergebnisse des Teams Niederlande
Arne Kähler im Gespräch mit Rasmus Svane!
Rasmus Svane verwendet am häufigsten Strg+F7 in ChessBase | Video: ChessBase
Arne Kähler im Gespräch mit Marc'Andria Maurizzi (FRA)
Maurizzi: "Ich höre französischen Rap vor meinen Spielen" | Video: ChessBase
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In der vorletzten Runde trat Deutschland ohne Elisabeth Pähtz gegen Lettland an. Auch für die letzte Runde fehlt die deutsche Großmeisterin aus der Aufstellung. Trotz nominellem Vorteil taten sich die deutschen Spielerinnen gegen Lettland schwer. An den ersten drei Brettern endeten die Partien immerhin noch mit einer Punkteteilung. Doch an Brett 4 ging es nicht so glimpflich aus. In vorherigen Partien hatte Lara Schulze dem Team immer wieder entscheidende Siege eingebracht, doch dieses Mal gab es an ihrem Brett die entscheidende Niederlage. Mit vier Siegen und drei Remis aus neun Einsätzen hat Lara Schulze dem Team bisher am meisten Punkte gebracht.
Dinara Wagner mit Schwarz gegen Laura Rogule | Foto: Michal Walusza / FIDE
Die Paarungen: Lettland gegen Deutschland
Durch diese Niederlage rutscht Deutschland auf Platz 44 ab. Mit einem Sieg in der letzten Runde kann Deutschland mit 14 Punkten noch in die Top 20 oder sogar Top 15 kommen.
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In der letzten Runde tritt das deutsche Team der Frauen gegen Montenegro an. In dieser Runde kann die Mannschaft noch einmal punkten und ein paar Tabellenplätze gutmachen.
In der letzten Runde spielt Deutschland einen Tisch hinter Schweden (mit der berühmten Großmeisterin Pia Cramling) gegen Norwegen. Das deutsche Team tritt nochmal ohne Elisabeth Pähtz und dafür mit Dinara Wagner, Hanna Marie Klek, Jana Schneider und Lara Schulze an.
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Martina GerdtsMartina Gerdts studierte portugiesische und spanische Sprachwissenschaft und arbeitet heute als Sprachdozentin und schreibt über Schach und Sprachen. Einmal für ein Turnier in Paris mit Schach angefangen, ist sie heute als Spielerin aber auch durch ihr Engagement neben dem Brett und ihre schreibenden Aktivitäten im Schach aktiv.
25.09.2026 – Deutschland beendete in Runde 8 den perfekten Score von Usbekistan mit einem 2½:1½-Sieg gegen die Gastgeber. Damit teilen sich die beiden Teams nach Runde 8 die Tabellenführung mit 14 von 16 möglichen Mannschaftspunkten. Die entscheidenden beiden Siege erreichten die Brüder Frederik Svane und Rasmus Svane an den hinteren beiden Brettern. Acht Teams befinden sich in der Verfolgergruppe: China, Indien, die USA und die Niederlande. | Foto: Nils Rohde / ChessBase
24.09.2026 – In Runde 7 der Schacholympiade in Samarkand gewann Deutschland mit 3:1 gegen die Türkei. Für die beiden vollen Punkte sorgten die Brüder Rasmus und Frederik Svane, Matthias Blübaum und Vincent Keymer spielten remis. Nach dem Mannschaftssieg kam Frederik Svane (Bild, links) zum ChessBase-Stand und zeigte Bahne Fuhrmann (rechts) wichtige Momente seiner Partie gegen GM Isik Can.
Wie baut man ein systematisches Schachtraining auf, so dass die SchülerInnen die daraus erworbenen Erkenntnisse in ihren eigenen Partien anwenden können? Der Autor Stefan Becker ist dabei auf eine erschreckend einfache Antwort gekommen. Bei jeglicher schachlicher Frage befindet sich die Lösung auf dem Brett. Insofern liegt es geradezu auf der Hand, dass die Figuren dazu befragt werden sollen, wie sie sich die weitere Entwicklung der Geschehnisse vorstellen. Doch wie führt man solche Gespräche, und was passiert, wenn sich die Interessen der Figuren einander widersprechen? Großmeister Dr. Karsten Müller verleiht den Figuren seine Stimme und versucht deren Gefühle, Pläne, Wünsche zu formulieren, während Stefan Becker demonstriert, wie aus diesem Dialog, konkreter Berechnung und neuen Fragen die richtige Entscheidung folgt. Diese DVD gibt die Antworten anhand ausgewählter Meisterpartien. Plötzlich wird verständlich, wie Weltklassespieler ihre auf den ersten Blick erstaunlichen Ideen entwickelt haben.
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